Klimaerwärmung durch die Nutzung fossiler Ressourcen in der Modeindustrie

Klimaerwärmung durch die Nutzung fossiler Ressourcen in der Modeindustrie

Klimaerwärmung durch die Nutzung fossiler Ressourcen in der Modeindustrie

Die heutige Modebranche ist gleichbedeutend mit Überkonsum und einer Sucht, die befriedigt werden muss.
Weit verbreitete Kontamination und Ausbeutung von Arbeitnehmern in globalen Lieferketten liegen auf der Hand, aber die Branche zeigt nur wenige Anzeichen, Fast Fashion zu verlangsamen. Ein weniger genanntes Problem ist, dass der mittlerweile überwiegende Einsatz von billigen synthetischen Fasern, insbesondere Polyester, Fast Fashion Geschäftsmodellen ermöglicht schnell und unkontrolliert zu wachsen.

DRESP und viele andere swim- und activewear Modelabels arbeiten mittlerweile mit regeneriertem Nylon, der aus alten Fischernetzen hergestellt wird, also nicht direkt aus fossilen Ölen.

In dem gesamten Blog gehe ich darauf ein wie sehr die jetzige Modeindustrie auf fossile Ressourcen angewiesen ist, und wie sehr dadurch der Übergang in eine nachhaltige Kreislaufwirtschaft in der Mode behindert ist.

Ohne unmittelbare, durchgreifende Gesetzesregelungen wird die Modebranche, die billige Kleidung erzeugt, weiterhin viele Abfälle und giftige Mikrofasern produzieren und mehr Kohlenstoff emittieren als der Planet aufnehmen und umbauen kann.

Ist der Mensch wirklich verantwortlich für die globale Erwärmung?

"Erst seit den 1900 fünfziger Jahren wird die Gefahr einer anthropogenen (also vom Menschen verursachten) Erwärmung weiterhin ernst genommen. Im Rahmen des internationalen geophysikalischen Jahres (IGY) 1957/58 gelang der Nachweis, dass die CO2-Konzentration in der Atmosphäre tatsächlich ansteigt; Isotopenanalysen zeigten zudem, dass der Anstieg durch Kohlenstoff aus der Nutzung fossiler Brennstoff verursacht wurde – also vom Menschen."(1.))

Die Veränderung der Sonnenaktivität sowie die Aerosolkonzentration in der Luft, die von Vulkanausbrüchen oder Abgasen stammen können sind neben der Ausschüttung von Treibhausgasen weitere Faktoren die zur Klimaerwärmung beitragen. Seit der 1970er Jahren gibt es einen Erwärmungsschub der jedoch nur auf die Erhöhung der Treibhausgase zurückzuführen ist.

Eine Entwicklung der Erderwärmung auf 2° hat weitreichende Folgen wie zum Beispiel den Gletscherschwund, den Rückgang des polaren Meereseises, das tauen des Permafrosts, der Anstieg des Meeresspiegels, die Änderung von Meeresströmungen, Wetterextreme, Gefährdung der Landwirtschaft und Ernährungssicherheit sowie die Ausbreitung von Krankheiten.

Eine globale Erderwärmung von 34 oder gar 5° würde die Grenzen der Anpassungsfähigkeit verschiedener Ökosysteme überschreiten.

Auf die nun geklärt Frage ob der Mensch für die Erderwärmung verantwortlich ist folgt nun die Frage, warum nicht schon seit Jahrzehnten darauf geachtet wurde die Emissionen in Schach zu halten?

Heute ist Fast Fashion auch mit einem Konsumgüter von niedriger Qualität gleichzusetzen - Einwegkleidung quasi. Das Cambridge English Wörterbuch definiert "fast Fashion" als "Kleidung, die billig hergestellt und verkauft wird, damit die Menschen oft neue Kleidung kaufen können."(3.))

Eine eindeutigere Definition des Kapitalismus in der Modebranche ließt man selten.

Das Ende des 20. Jahrhunderts, im Speziellen die frühen 2000er Jahre werden als Epoche angesehen, als Fast Fashion aufblühte und dramatische Änderungen in der Produktion und dem Verbrauch von Kleidung verursacht hat. Im Jahr 2000 eröffnete H & M seinen ersten Laden in New York. (4.)) Die frühen 2000er Jahre waren auch der Zeitraum, als Polyester Baumwolle als die am meisten verwendete Faser überholt hat.(5.))

Es ist Zeit umzudenken. Fast Fashion gefährdet unser gesamtes Ökosystem und durch die auf sozialer Ausbeutung basierende, rein profitorientierte Wertschöpfungskette ist der Mensch und sein Lebensraum in großer Gefahr.

Große Fast Fashion Unternehmen, sowie Gesetzgeber auf der ganzen Welt müssen umdenken, denn „….eine internationale Politik, welche den ungebremsten Klimawandel billigend in Kauf nähme, würde fast alle Lasten der kostenlosen Nutzung der Atmosphäre als Müllkippe den kommenden Generationen in den besonders Klima sensiblen Entwicklungsländern aufbürden. Viele nichtstaatliche Umweltgruppen empfinden diese Perspektive als amoralische Krönung der historischen Ausbeutung der »Dritten Welt« durch die Industrieländer, die für den überwiegenden Teil der bisherigen Treibhausemissionen verantwortlich sind…“(2.))

 

1.) Zitat: Der Klimawandel, S.Rahmstorf/H.J.Schellnhuber, Seite 29

2.) Zitat: Der Klimawandel, S.Rahmstorf/H.J.Schellnhuber, Seite 90

3.) Cambridge Dictionary (2019) Fast fashion. [ONLINE] Available at: https://dictionary.cambridge.org/dictionary/english/fast-fashion

4.) La Ferla, R. (2000) ‘Cheap chic’ draws crowds on 5th Ave. The New York Times, 11 April 2000. [ONLINE] Gefunden unter: https://www.nytimes.com/2000/04/11/style/cheap-chic-draws-crowds-on-5th-ave.html

5.) Tecnon OrbiChem (2019) The global polyester & intermediates industry: Trends & challenges.  [ONLINE] Gefunden unter: https://scic.sg/images/2017/3_Javier_Rivera.pdf

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